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Landbell macht dem Grünen Punkt Konkurrenz

Von Medienbüro Sohn

Zulassung auch in Hamburg

Köln/Mainz - Im Sommer 2003 knackte die Hessische Landesregierung das Monopol der "Grünen-Punkt"-Firma Duales System Deutschland AG (DSD) und erteilte der Mainzer Landbell AG die Zulassung als zweites Duales System. In knapp der Hälfte der DSD-Vertragsgebiete ist der Markt bereits hart umkämpft. Das berichten die vdi-nachrichten http://www.vdi-nachrichten.com.
Die Verpackungshersteller können zwischen zwei Systemen wählen - dem DSD und Landbell. "Unser Produkt ist die Freistellung von der Rücknahmepflicht", sagt Landbell-Geschäftsführer Wolfgang Schertz gegenüber den "vdi-nachrichten". Jetzt erteilte auch die Hamburger Behörde für Umwelt und Gesundheit dem Mainzer Unternehmen die Genehmigung. Damit vergrößert Landbell das Marktpotenzial auf knapp zehn Prozent für die Sammlung von Verpackungsabfällen. "Für die Endverbraucher ändert sich nichts. Landbell nutzt die bestehenden Erfassungssysteme mit. Eine besondere Kennzeichnung der Sammeleinrichtungen oder lizenzierten Verkaufsverpackungen ist nach einer Entscheidung der EU-Kommission nicht erforderlich", so Schertz. Nicht nur der verstärkte Wettbewerb, auch das Dosenpfand setzt den DSD-Müllkonzern unter Druck. Die durch das Pflichtpfand weggefallenen Mengen von PET-Flaschen und Dosen führen zu jährlichen Umsatzeinbußen von 310 Millionen Euro. Immer mehr Experten halten die gegenwärtige Sammelpraxis des DSD für überholt und kratzen an dem Müll-Monopol des Grünen Punktes. Schertz äußert sich zuversichtlich, in weiteren Bundesländern Fuß zu fassen, etwa im Saarland, in Rheinland-Pfalz und Bayern. "Dabei entwickelt sich die Gewinnung von Lizenzkunden in der Konsumgüterwirtschaft überhaupt nicht schwierig", betonte Schertz. Nicht nur Kostenvorteile gegenüber dem Grünen Punkt würden die Neukundengewinnung erleichtern. Es gäbe zudem strategische Überlegungen bei der Unterstützung seines Systems, weil sich mittlerweile viele Verpackungshersteller und Abfüller nicht mehr sicher seien, welche Zukunft das DSD-Müllmonopol noch habe. Dem Bericht der vdi-nachrichten zufolg seien bereits viele Verpackungsproduzenten vom DSD zu Landbell gewechselt: Unternehmen wie Schlecker, Müller, DM, Rossmann und Hellweg entsorgen ihren Müll bereits bei Landbell. "Der Marktanteil an den Lizenzentgelten liegt über Plan", so Schertz gegenüber den vdi-nachrichten.
28. Nov 2003

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Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Claudia Klemp, verantwortlich.

Pressemitteilungstext: 248 Wörter, 2008 Zeichen. Pressemitteilung reklamieren

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