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Deutschlands Schul-IT ist noch eine Baustelle

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c't: Informatik und Digitale Medien im Unterricht


Der Computerraum ist out, Mobilgeräte im Klassenzimmer sind in. Doch während manche Schulen schon erfolgreich mit Notebooks und Tablets experimentieren, fehlt es in vielen anderen an der Infrastruktur und den IT-affinen Lehrern. Auch zu der Frage, ob...

Hannover, 16.06.2014 - Der Computerraum ist out, Mobilgeräte im Klassenzimmer sind in. Doch während manche Schulen schon erfolgreich mit Notebooks und Tablets experimentieren, fehlt es in vielen anderen an der Infrastruktur und den IT-affinen Lehrern. Auch zu der Frage, ob Informatik als Pflichtfach eingeführt wer­den soll, gehen die Meinungen auseinander, schreibt das Computermagazin c't in der aktuellen Ausgabe 14/2014.

Erste Notebook-Klassen haben bereits vor zehn Jahren gezeigt, dass ständig verfügbare, mobile Rechner den Unterricht besser unterstützen als fest installierte PCs in herkömmlichen Computerräumen. Allerdings werden meistens die Eltern dafür zur Kasse gebeten. Angesichts der hohen Kosten hält sich die Begeisterung in Grenzen.

Eine viel versprechende Alternative dazu ist BYOD (Bring Your Own Device), also der Einsatz der oft schon vorhan­denen privaten digitalen Geräte. Die Schüler freut es: Es gibt kein Handyverbot mehr, sondern sie können ihr vertrautes Smartphone oder Tablet ganz offiziell als Lernwerkzeug nutzen. Manche Lehrer sind verunsichert, denn sie fürchten den Kontrollverlust, zumal sie mit den didaktischen Kon­zepten für das mobile Lernen nicht ausrei­chend vertraut sind. Andere schätzen die Vielfalt der Geräte und Apps, weil sie zu sehr verschiedenartigen und originellen Lösungen führen.

Die Euphorie, digitale Medien einzusetzen, ist dennoch bei vielen Pädagogen bereits verflogen. Schuld daran sind in erster Linie technische Unzulänglichkeiten und mangelnde Schulung. Die vielerorts angeschafften Whiteboards, mit rund 4.000 Euro das Stück nicht gerade billig, werden mittlerweile kritisch beäugt. Es heißt, sie führten zurück zum Frontalunterricht und die Technik sei unzuverlässig.

Kontrovers diskutiert wird zudem das Unterrichtsfach Informatik: Lediglich in 3 von 16 Bundesländern steht Informatik in der Mittelstufe verbindlich auf dem Stundenplan. Befürworter sehen das Fach gleichberechtigt neben Mathe­matik, Physik und Chemie im Naturwissenschaftskanon und verweisen auf europäische Nachbarn, wo Informatik bereits in der Grundschule gelehrt wird. Kritiker meinen, dass Geräte und Anwendungen längst von allein funktionierten, so dass Informatik-Unterricht für alle ist gar nicht nötig sei.

'Damit Deutschland im Vergleich zu den anderen OECD-Ländern aufholt, sind dringend konkrete Vorgaben zur Versorgung der Schulen mit Breitband-Internetversorgung, zur Lehrerfortbildung und zur bundesweiten Einführung des Pflichtfachs Informatik nötig', fasst c?t-Redakteurin Dorothee Wiegand ihre Rechercheergebnisse zusammen.


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