Wir nutzen Cookies, um Ihren Besuch auf unserer Website und unseren Service zu optimieren.
Wir betrachten die weitere Nutzung unserer Website als Zustimmung zu der Verwendung von Cookies.
PortalDerWirtschaft.de



Suchmaschinenoptimierung mit PdW
mit Content-Marketing - Ihre News
28
Sep
2010
Bewerten Sie diesen Artikel
2 Bewertungen (Durchschnitt: 4.5)
Teilen Sie diesen Artikel

Pressemeldung: EU ist mit Plänen für Einlagensicherung auf Irrweg

EU ist mit Plänen für Einlagensicherung auf Irrweg

EU ist mit Plänen für Einlagensicherung auf Irrweg (ddp direct) München, 28. ...

(ddp direct) München, 28. September 2010 Stephan Götzl, Präsident des Genossenschaftsverbands Bayern, begrüßt die Empfehlung des Bundesrats an die Bundesregierung, sich auf EU-Ebene für einen Krisenschutz durch Institutssicherungssysteme einzusetzen. Er stimmt mit der Einschätzung der Länder überein, dass die EU-Kommission die Gegebenheiten in den Nationalstaaten nicht ausreichend berücksichtigt.
Die EU-Richtlinie zur Einlagensicherung stellt einen unverhältnismäßigen Eingriff in die bestehende Bankenstruktur Deutschlands dar, so Götzl. Zudem verletze die angedachte Einführung eines zentralen EU-Einlagensicherungsfonds unter Verwaltung einer Kommissionsbehörde den europarechtlichen Grundsatz der Subsidiarität.

Götzl fordert deshalb die Bundesregierung auf, Führungsverantwortung in der EU zu übernehmen und sich für die Anerkennung der deutschen Institutssicherungssysteme stark zu machen: Es darf kein regulatorisches Ziel sein, privatwirtschaftlich finanzierte Haftungsverbünde zurückzudrängen. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag zur Widerstandsfähigkeit des deutschen Bankensystems. Die Institutssicherung schafft einen Ausgleich zur faktischen Staatsgarantie für Großbanken und verringert so Wettbewerbsverzerrungen.

Für Götzl konzentriert sich die EU-Kommission einseitig auf die bürokratische Abwicklung der Entschädigung von Einlegern im Insolvenzfall. Die für das Kundenvertrauen und das Funktionieren des Finanzsystems weitaus wichtigere Präventionsfunktion wird nur unzureichend verfolgt. Die EU-Kommission ist deshalb auf einem Irrweg. Eine Pflichtmitgliedschaft in der gesetzlichen Einlagensicherung reduziere den Anreiz für Kreditinstitute, freiwillige Solidargemeinschaften zu unterhalten. Darüber hinaus betreibe, so Götzl, die EU mit ihrem Vorhaben unterschwellige Strukturpolitik. Denn durch eine für alle Banken verbindliche Vorgabe eines maximal zu garantierenden Einlagenschutzes von 100.000 Euro würden vor allem jene großen Kreditinstitute für Kunden attraktiv, bei denen der Verbraucher im Falle einer Pleite mit einer staatlichen Rettung rechnen könne.


Shortlink zu dieser Pressemitteilung:
http://shortpr.com/kxli7e

Permanentlink zu dieser Pressemitteilung:
http://www.themenportal.de/wirtschaft-finanzen/eu-ist-mit-plaenen-fuer-einlagensicherung-auf-irrweg-51585




Genossenschaftsverband Bayern e.V.
Jürgen Gros
Türkenstraße 22 - 24
80333
München
presse@gv-bayern.de
089 - 28683402
www.gv-bayern.de

Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Jürgen Gros, verantwortlich.

Pressemitteilungstext: 281 Wörter, 2642 Zeichen. Pressemitteilung reklamieren

Keywords: EU ist mit Plänen für Einlagensicherung auf Irrweg, Pressemitteilung Genossenschaftsverband Bayern e.V.



Kommentare:

Es wurde noch kein Kommentar zu diesem Thema abgegeben.



Ihr Kommentar zum Thema




Weitere Pressemeldungen von Genossenschaftsverband Bayern e.V.


   

Genossenschaftsbanken weiter Marktführer bei Landwirtschaftskrediten in Bayern

31.01.2011: (ddp direct) München, 31. Januar 2011 Die bayerischen Volksbanken und Raiffeisenbanken konnten im Geschäftsjahr 2010 ihren Marktanteil bei der Vergabe von Krediten im Bereich Land- und Forstwirtschaft ausweiten. Mit einem Marktanteil von über 63 Prozent sind sie weiter klar der Finanzier der bayerischen Landwirtschaft weit vor Sparkassen (rund 29 Prozent) und Geschäftsbanken. Fast 75 Prozent der im Freistaat Bayern an Land- und Forstwirtschaft 2010 neu ausgereichten Kredite kamen von Volksbanken und Raiffeisenbanken. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten die Kreditgenossenschaften damit...

   

Götzl: Erhalt der Institutssicherung ist von nationalem Interesse

17.01.2011: (ddp direct) München, 17. Januar 2011 Die EU-Kommission will den deutschen Sparern vertraute Sicherheit nehmen. Davor warnt Stephan Götzl, der Präsident des Genossenschaftsverbands Bayern, angesichts Brüsseler Überlegungen, die Einlagensicherungssysteme in Europa zu vereinheitlichen. Für deutsche Einleger würde das die Begrenzung des Schutzumfangs ihres Ersparten auf maximal 100.000 Euro bedeuten. In Deutschland sind bislang mindestens 100.000 Euro pro Anleger garantiert. Darüber hinaus gibt es freiwillige Sicherungssysteme. Die Volksbanken und Raiffeisenbanken haben mit der Institu...

   

Götzl: Politik muss eigene Worte ernst nehmen

05.01.2011: (ddp direct) München, 4. Januar 2011 Der Genossenschaftsverband Bayern (GVB) begrüßt die Forderung von CSU-Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich, nach der Macht in der Finanzwirtschaft dezentralisiert werden müsse. Das hat der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag in einem Gespräch mit der Financial Times gefordert (FTD v. 04.01.2011). Dazu der Präsident des GVB, Stephan Götzl: Hans-Peter Friedrich hat recht mit seinem Plädoyer für kleine Banken. Die mittelständische Wirtschaft in Deutschland ist existenziell auf Regionalbanken wie Genossenschaftsbanken und Sparka...