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05
Okt
2010
Prometheus Asset Management GmbH 05. Okt 2010
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Pressemeldung: Serie: Das kleine Einmaleins der Finanzkrise

Teil 4: Die Finanzkrise und die Wirtschaft


Langenfeld. Viele Marktteilnehmer beobachten die Entwicklung des Euros kritisch und halten einen Zerfall der W√§hrung f√ľr m√∂glich. Im vierten Teil des kleinen Einmaleins der Finanzkrise erkl√§rt Andr√© Kunze, gesch√§ftsf√ľhrender Gesellschafter der Prometheus Asset Management GmbH, wie die Euro-Diskussion aus deutscher Sicht zu bewerten ist und wie er die aktuelle Kontroverse Inflation vs. Deflation f√ľr sich aufl√∂st.

Euro ¬Ė eine W√§hrung ohne Einheit?

In den letzten Monaten unterlag der Euro erheblichen Schwankungen. Zeitweise rund 20% gegen√ľber dem USD abgewertet, wurde √ľber die St√§rke der europ√§ischen W√§hrung fl√§chendeckend diskutiert. ¬ĄNicht vergessen darf man an dieser Stelle allerdings, dass der Euro gegen√ľber seinem Tiefststand im Oktober 2000 bei rund 0,83 USD/Euro um rund 50% aufgewertet hat. Aus rein deutscher Sicht sind die Vorteile eines schw√§cheren Euro jedoch nicht von der Hand zu weisen¬ď, erkl√§rt Andr√© Kunze die Situation. ¬ĄIm Ausland g√ľnstiger werdende deutsche Produkte steigern die Exportleistung der hiesigen Wirtschaft. W√§hrend sich die √∂ffentliche deutsche Wahrnehmung fast dogmatisch eine feste W√§hrung herbeizusehnen scheint, liegt beispielsweise Chinesen hieran wenig. Die chinesische Regierung unterbindet seit Jahren st√§rkere Aufwertungen des Renmimbi (Yuan) gegen√ľber Dollar und Euro und h√§lt die W√§hrung k√ľnstlich auf zu niedrigem Niveau¬ď, konstatiert Kunze mit Blick ins Ausland. Schlie√ülich ist Chinas Wachstum nahezu ausschlie√ülich auf Exporte und damit auf konkurrenzf√§hige Preise im Ausland angewiesen. ¬ĄBesorgniserregend stellen sich derzeit die drastischen Unterschiede der Eurol√§nder zueinander dar¬ď, so Kunze weiter. W√§hrend Deutschland trotz seiner Exportabh√§ngigkeit, jedoch Dank seiner hohen Produktivit√§t, mit einem deutlichen h√∂heren Euro gut leben k√∂nne, seien L√§nder wie Griechenland und Spanien nur mit einem erheblich abgewerteten Euro wirtschaftlich rentabel. Eine derart heterogene W√§hrungsgemeinschaft ergebe wirtschaftlich keinen Sinn und lie√üe sich nur √ľber den ¬Ė derzeit noch intakten ¬Ė politischen Willen rechtfertigen. Ein Auseinanderbrechen des Euro scheint weiterhin aufgrund der dramatischen Unterschiede zwischen den Teilnehmerl√§ndern alles andere als ausgeschlossen. Deutschland dagegen scheint einen Zerfall des Euro letztlich nicht zu sehr f√ľrchten zu m√ľssen. ¬ĄAuch wenn unsere Staatsfinanzen bessere Zeiten gesehen haben, so gilt Deutschland aufgrund der im Vergleich hohen Produktivit√§t der Wirtschaft und der vergleichsweise moderaten Verschuldung als zahlungskr√§ftig¬ď, so Kunze. ¬ĄDie zuletzt auf ihre historischen Tiefstst√§nde gesunkenen Zinsen deutscher Staatsanleihen belegen, dass die Bewertung Deutschlands an den Kapitalm√§rkten als sehr stabil angesehen wird.¬ď

Wahrscheinlichkeit f√ľr W√§hrungsschnitt denkbar gering

Manch deutschen Anleger umtreibt derzeit jedoch noch eine weit gr√∂√üere Angst, als die vor einem Zerfall des Euro oder dem Ausfall eines einzelnen Landes: Ein m√∂glicher W√§hrungsschnitt bzw. eine W√§hrungsreform. ¬ĄDas grunds√§tzliche Risiko einer W√§hrungsreform ist auch in der heutigen Zeit sicherlich nicht auszuschlie√üen¬ď, r√§umt Kunze ein. ¬ĄVon einem W√§hrungsschnitt sind wir in Deutschland aufgrund der immer noch als solide und stabil einzusch√§tzenden Staatsfinanzen meilenweit entfernt.¬ď Er bes√§nftigt die √Ąngste seiner Kunden: ¬ĄEinem W√§hrungsschnitt unterliegen lediglich Geldwerte, also beispielsweise Bargeld, Tagesgeld oder Festgeld, nicht hingegen Sachwerte. Letztere erleiden zwar aufgrund der mit einem W√§hrungsschnitt einhergehenden Wirtschaftskrise zwischenzeitlich ggf. einen Preisverfall, erhalten aber √ľber die Zeit i.d.R. ihren eigentlichen, substantiellen Wert.¬ď Auch mit Blick auf globalisierte M√§rkte sieht Kunze eine geringe Wahrscheinlichkeit f√ľr einen W√§hrungsschnitt: ¬ĄIn der heutigen global vernetzten Welt ist ein einzelnes Land schwerlich in der Lage, die eigenen Schulden durch einen W√§hrungsschnitt zu beseitigen. Einer derartigen Ma√ünahme m√ľssten ausl√§ndische Kapitalgeber ebenfalls zustimmen. Das wiederum w√ľrden diese nachvollziehbarerer Weise kaum oder nur gegen besondere Gegenleistung tun¬ď, so Kunze weiter.

Mehrheit der Investoren erwartet keine Inflation

Viel diskutiert ist derzeit das Thema Inflation. ¬ĄDer Markt, also die Mehrheit aller privaten und institutionellen Investoren, erwartet aktuell keine Inflation¬ď, beschreibt Kunze seinen Eindruck. ¬ĄEin untr√ľgliches Zeichen hierf√ľr sind die seit Monaten r√ľckl√§ufigen Zinsen. Die 10-j√§hrige Bundesanleihe notiert aktuell mit rund 2,3% p.a. nahe ihres historischen Tiefs. Da ist schlicht keine nennenswerte Inflation ¬āeingepreist¬í¬ď, erkl√§rt Kunze. Dennoch biete die aktuelle Diskussion um das Thema Inflation / Deflation zu viele unbekannte Variabeln. ¬ĄSowohl f√ľr inflation√§re als auch f√ľr deflation√§re Tendenzen gibt es aus unserer Sicht durchaus nachvollziehbare Argumente.¬ď Seine Konsequenz: ¬ĄWer eher inflation√§re Tendenzen f√ľr wahrscheinlich h√§lt, sollte sein Verm√∂gen nahezu vollst√§ndig in sachwertorientierte Anlagen investieren, um an den gestiegenen Preisen f√ľr diese G√ľter vollumf√§nglich partizipieren zu k√∂nnen. H√§lt man eine Deflation f√ľr die wahrscheinlichere Variante, sind geldwertorientierte Anlagen die beste L√∂sung f√ľr das eigene Verm√∂gen¬ď, r√§t Kunze. Seine eigene Strategie setzt derzeit auf beide Varianten. ¬ĄWir glauben, dass in der aktuell unsicheren Marktsituation eine breite Verm√∂gensdiversifikation mit Sach- und Geldwerten die einzig sinnvolle L√∂sung ist und das h√∂chste Ma√ü an Sicherheit bieten kann.¬ď

Die Schwankungsanf√§lligkeit s√§mtlicher Anlageklassen sollte in den n√§chsten Monaten wieder deutlich zunehmen. Irrationale Bewegungen ¬Ė sowohl in die eine als auch in die andere Richtung ¬Ė werden dem Kapitalmarkt nicht erspart bleiben. Auch die historischen Renditeziele sind laut Kunze neu zu hinterfragen. Bei einem historischen Tiefststand der deutschen Zinsen und zus√§tzlich deutlich eingetr√ľbten weltweiten Wachstumsraten w√§re alles andere als im historischen Vergleich niedrigere Renditen in den n√§chsten Jahren eine √úberraschung. Auf diesen Umstand muss man sich als Anleger mit hoher Wahrscheinlichkeit einstellen.

Die P.A.M. Prometheus Asset Management GmbH versteht sich als fokussierte Investment-Boutique und untermauert mit stets innovativen und einzigartigen Fondskonzepten ihren eigenen Anspruch: Nur wer anders denkt, kann besser sein.

F√ľr weitere Informationen, Bildmaterial und Interviewtermine wenden Sie sich bitte an:

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Frau Maja Nevestic
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P.A.M. Prometheus Asset Management
Herr André Kunze
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F. 02173. 39 875 50
E. info@prometheus.de

Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Thomas Galla, verantwortlich.

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