Diese Webseite verwendet Cookies. Mehr Infos
info@PortalDerWirtschaft.de | 02635/9224-11
Suchmaschinenoptimierung
mit Content-Marketing - Ihre News
8com GmbH & Co. KG |

LoJax: Tiefer im System als jemals zuvor

Bewerten Sie hier diesen Artikel:
0 Bewertungen (Durchschnitt: 0)


Ein neuer Computervirus macht derzeit die Runde. Er könnte sich als erster einer völlig neuen Art von Malware erweisen. Denn LoJax nistet sich direkt im BIOS, bzw. im UEFI der infizierten Rechner ein – also noch vor dem eigentlichen Betriebssystem. Für...

Neustadt an der Weinstraße, 28.09.2018 (PresseBox) - Ein neuer Computervirus macht derzeit die Runde. Er könnte sich als erster einer völlig neuen Art von Malware erweisen. Denn LoJax nistet sich direkt im BIOS, bzw. im UEFI der infizierten Rechner ein – also noch vor dem eigentlichen Betriebssystem. Für die Hacker hat das einige Vorteile. Erstens: Kaum ein Virenprogramm überprüft diese dunkelsten Tiefen der Computersysteme. Und zweitens: Kaum jemand denkt überhaupt daran, das BIOS oder das UEFI zu überprüfen, denn bisher gab es schlicht keinen Grund für solche Maßnahmen.

Befindet sich der Virus erst einmal auf dem Rechner, hat man ein echtes Problem, denn es besteht eigentlich kaum eine Chance, ihn wieder loszuwerden. Selbst nach einem Austausch der Festplatte soll LoJax laut der Sicherheitsforscher von ESET, die ihn entdeckt haben, weiter auf dem Rechner zu finden sein. Für die kriminellen Hintermänner bedeutet das, dass sie ungestört den Datenverkehr mitschneiden und umleiten können.

Doch wo kommt der neue Virus überhaupt her? Seine Entdecker verdächtigen die Cyberkriminellen von APT28/Sednit/Sofacy. Diese Hackergruppe steht in dem Ruf, im Auftrag von Regierungen Fremdländer auszuspähen. Dementsprechend sind sich die Sicherheitsforscher auch ziemlich sicher, dass LoJax bereits bei einem Angriff auf Behörden- und Regierungsnetzwerke zum Einsatz gekommen ist. Auf wie vielen dieser Rechner die Gefahr bereits schlummert, ist derzeit kaum abzuschätzen.

Von den Hauptzielen von APT28/Sednit/Sofacy, nämlich Regierungen und Behörden, sollten sich Unternehmen nicht in Sicherheit wiegen lassen. Denn auch für sie könnte LoJax zur Gefahr werden, sollten die Entwickler auf die Idee kommen, ihre Malware beispielsweise zur Industriespionage zu verkaufen. Hinzu kommt, dass nun die Möglichkeit bekannt ist, Malware in die Tiefen der Soft- und Hardware zu injizieren. Da wird es nicht lange dauern, bis erste Nachahmer eine ähnliche Malware entwickelt und in Umlauf gebracht haben. Bleibt nur, für entsprechenden Schutz zu sorgen und ein Antivirenprogramm zu nutzen, das auch das BIOS oder das UEFI durchsucht.


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, PresseBox.de, verantwortlich.

Pressemitteilungstext: 306 Wörter, 2180 Zeichen. Pressemitteilung reklamieren


Kommentare:

Es wurde noch kein Kommentar zu diesem Thema abgegeben.



Ihr Kommentar zum Thema





Weitere Pressemitteilungen von 8com GmbH & Co. KG lesen:

8com GmbH & Co. KG | 19.10.2018

Comment Crew: Ein alter Bekannter oder sind Nachahmer unterwegs?

Neustadt an der Weinstraße, 19.10.2018 (PresseBox) - Vor fünf Jahren wurde publik, dass eine chinesische Hackergruppe namens APT1 oder Comment Crew mehr als 100 amerikanische Unternehmen kompromittiert hatte. Entdeckt wurde sie von der Sicherheitsf...
8com GmbH & Co. KG | 15.10.2018

Urbane Mythen – harmloser Spaß oder gefährliche Fake News?

Neustadt an der Weinstraße, 15.10.2018 (PresseBox) - Vom Krokodil in der Kanalisation über Mikrochips in Impfungen bis hin zu unheimlichen Begegnungen der dritten Art – urbane Mythen gibt es für jeden Geschmack. Besonders zu Halloween erfreuen s...
8com GmbH & Co. KG | 12.10.2018

Vorsicht vor Videoanrufen über WhatsApp

Neustadt an der Weinstraße, 12.10.2018 (PresseBox) - Die Sicherheitsexperten von Googles Project Zero sind bei ihrer unermüdlichen Suche nach Sicherheitslücken in beliebten Anwendungen erneut fündig geworden, diesmal beim beliebten Messenger-Dien...