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AVK - Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe e. V. |

Industrievereinigung für Faserverbundkunststoffe AVK vergibt Innovationspreise 2018

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Preisträger freuen sich über Auszeichnung ihrer Innovationen


 

Die AVK - Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe e.V. hat in drei Kategorien die renommierten Innovationspreise vergeben. Mit den Preisen in drei Kategorien werden neuartige, zukunftsweisende und nachhaltige Innovationen aus dem Bereich der Faserverbundkunststoff-(FVK-) bzw. Composites-Industrie ausgezeichnet.



Die AVK - Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe e.V. hat in drei Kategorien die renommierten Innovationspreise vergeben. Mit den Preisen in drei Kategorien werden neuartige, zukunftsweisende und nachhaltige Innovationen aus dem Bereich der Faserverbundkunststoff-(FVK-) bzw. Composites-Industrie ausgezeichnet.

Während der Messe Composites Europe in Stuttgart vom 6.-8.11.2018 haben die Preisträger ihre Innovationen präsentiert. „Auch in diesem Jahr fiel der Jury die Entscheidung bei den hochkarätigen Einreichungen schwer. Innovativ, ökologisch, aber auch ökonomisch nachhaltig, sind Anforderungen, die die Industrie immer wieder zu Höchstleistungen anregt“, stellte AVK-Geschäftsführer Dr. Elmar Witten fest.

Ausgezeichnet wurden in diesem Jahr:

 

̵  In der Kategorie „Innovative Produkte und Anwendungen“ das „Leichtbau-Greifersystem aus FVK für universelle Roboter- und Montageanwendungen“ der Kooperationspartnerschaft von Audi AG, CTC Composites Technology Center Stade, Airbus Operations GmbH, Laboratorium Fertigungstechnik der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr sowie Volkswagen AG

 

̵  In der Kategorie „Innovative Prozesse und Verfahren“ das „FlexReha® – ein neuartiges Faserverbund-basiertes Sanierungsverfahren zur jahreszeitenunabhängigen Tragwerks-Rehabilitation von stark medien-beanspruchten Beton-Pumpschächten im Bestand“ der Lausitzer Klärtechnik GmbH (LKT) mit dem Partner Brandenburgische Technische Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg, Fachgebiet Leichtbau mit strukturierten Werkstoffen

 

̵  In der Kategorie „Forschung und Wissenschaft“ „das neuartige Hybridgarn zur Beschichtung von allen Glasfilamenten im Spinnprozess zur Erzeugung einer Glas-Thermoplast-Faser“ das Institut für Leichtbau mit Hybridsystemen (ILH) an der Universität Paderborn mit dem Institut für Textiltechnik  (ITA) an der RWTH Aachen.

 

1. Platz Kategorie „Innovative Produkte und Anwendungen"

Konsortium: Audi AG – Composite Technology Center Stade –

Airbus Operations GmbH – Laboratorium Fertigungstechnik der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr Hamburg – Volkswagen AG für „Leichtbau-Greifersystem aus FVK für universelle Roboter- und Montageanwendungen“

Das vor allem in der Automobil- und Luftfahrindustrie vorherrschende Greifersystem bei Industrierobotern besteht hauptsächlich aus Stahl und Aluminium. Das neu-entwickelte Leichtbau-Greifersystem aus Faserverbund kann das bestehende System ergänzen, da es sich um ein Baukasten-System handelt, aber auch vollständig ersetzen.

Zum einen erlaubt das System aus FVK die Weiternutzung der Standard-Industrieroboter. Es ermöglicht durch die Leichtbauweise eine erhebliche Flexibilitätssteigerung, indem die Ausladungen erhöht oder die Produktionsstrecken flexibel gestaltet werden können. Geringere Investitionskosten bei Neu- oder Umplanungen von Produktionslinien aber auch insgesamt eine Steigerung der Produktivität durch kürzere Taktzeiten infolge höherer Gesamtsteifigkeit der Greifersysteme und beschleunigter Bewegungsabläufe durch andere Roboterkinematik sind weitere Vorteile des Systems. Zudem steigert es die Materialeffizienz durch weniger benötigtes Material zur Herstellung des eigentlichen Roboters und trägt wiederum zur Energie- und Schadstoffreduktion bei.

Zum anderen handelt es sich beim weiterentwickelten System der Stufe 2 um das erste modulare und hochleistungsfähige Produktionsbaukastensystem. Es kann als zukünftiger Industriestandard aus Faserverbundkunststoffen für einen erheblichen Teil der deutschen Automobil- und Luftfahrtindustrie kosteneffizient eingesetzt werden. 

 

1. Platz Kategorie „Innovative Prozesse und Verfahren“

Lausitzer Klärtechnik GmbH (LKT) mit dem Partner Brandenburgische Technische Hochschule (BTU) Cottbus-Senftenberg, Fachgebiet Leichtbau mit strukturierten Werkstoffen für „FlexReha®- Neuartiges Faserverbund-basiertes Sanierungsverfahren zur jahreszeitenunabhängigen Tragwerks-Rehabilitation von stark medien-beanspruchten Beton-Pumpschächten im Bestand“

Auf dem Gebiet der Sanierung von Pumpschächten besteht ein hoher Bedarf an effizienten Verfahren, vor allem, um zu allen Jahreszeiten die Tragfähigkeit der Schächte wiederherzustellen.

Der Flex-Reha-Schacht ist eine flexible Technologie, die jahreszeitlich unabhängig und mit kurzen Durchlaufzeiten die Sanierung ermöglicht. Sowohl die Kosten als auch die Durchführungszeit werden dabei im Vergleich zu herkömmlichen Sanierungsverfahren um die Hälfte reduziert. Zusätzlich kann die tragende Hülle des Schachtes durch ein integriertes Leckage-Detektions-System aktiv überwacht werden. So ist gewährleistet, dass bereits bei ersten Schädigungen präventive Reparaturmaßnahmen eingeleitet werden können. Ein Totalversagen und die damit verbundenen teuren Sanierungsmaßnahmen sowie etwaige Verunreinigungen des Erdreiches können vermieden werden.

 

1. Platz Kategorie „Forschung und Wissenschaft"

Institut für Leichtbau mit Hybridsystemen der Universität Paderborn und Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen University fürNeuartiges Hybridgarn: Beschichtung von allen Glasfilamenten im Spinnprozess zur Erzeugung einer Glas-Thermoplast-Faser“ 

Bei der Herstellung von thermoplastischen Faserverbunden werden derzeit Glasfasern und Polymer erst während der Konsolidierung zusammengebracht. Dabei muss das Polymer einen Fließweg über mehrere Millimeter ins Glasfasertextil zurücklegen. Gleichzeitig ist dafür ein Druck von oft mehr als 100 Bar notwendig, während dabei nicht alle Glasfilamente mit Kunststoff benetzt werden.

Das interdisziplinäre Forscherteam der Universitäten Paderborn und Aachen hat nun verschiedene thermoplastische Beschichtungen auf Glasfasern bereits im Spinnprozess kombiniert. Dadurch wird es möglich, den Faservolumengehalt der Verbunde auf mehr als 70 Volumenprozent zu ermöglichen. Gleichzeitig wird ein Schutzmantel um die Glasfilamente gelegt, sodass während der Konsolidierung kein Schaden entsteht. Da sich beim neuen Verfahren der Glasfaseranteil im Verbund erhöht, verringert sich gleichzeitig die Bauteilgeometrie bei Beibehaltung sämtlicher mechanischen Eigenschaften. Dadurch wird die Ökobilanz des Verbunds durch die Reduzierung von Kunststoffen verbessert. Die deutlichen Kosteneinsparungen im Herstellungsprozess – kombiniert mit der signifikanten Ausnutzung des Leichtbaupotentials von Organoblechen – sind somit ökonomisch und ökologisch nachhaltig.

 

Hier eine Übersicht aller Preisträger in den drei Kategorien:

 

Kategorie „Innovative Produkte und Anwendungen“

1. Platz: „Leichtbau-Greifersystem aus FVK für universelle Roboter- und Montageanwendungen“ – Konsortium: Audi AG, Composite Technology Center Stade, Airbus Operations GmbH, Laboratorium Fertigungstechnik Universität der Bundeswehr, Volkswagen AG

2. Platz: „BÜFA®-Conductive-Tooling-Gelcoat - Elektrisch ableitfähige Werkzeugbeschichtung“ – BÜFA Composite Systems GmbH & Co. KG, Partner: OCSiAl Europe Sarl

3. Platz: „SAERTEX LEO® für die Bodenplatten von 66 ICE-Zügen der Deutschen Bahn“ – SAERTEX GmbH & Co. KG, Partner: SMT Forst und Alan Harper Composites

 

Kategorie „Innovative Prozesse und Verfahren“

1. Platz: „FlexReha®- Neuartiges Faserverbund-basiertes Sanierungsverfahren zur jahreszeitenunabhängigen Tragwerks-Rehabilitation von stark medien-beanspruchten Beton-Pumpschächten im Bestand“ - LKT Lausitzer Klärtechnik GmbH, Partner: BTU Cottbus-Senftenberg, Fachgebiet Leichtbau mit strukturierten Werkstoffen

2. Platz: „First-time-right: Effiziente Prozessentwicklung mittels Drapiersimulation“ – Voith Composites GmbH & Co. KG

3. Platz: „Fibercon - Effiziente IR-strahlungsinduzierte Vakuumkonsolidierung von Tapegelegen in der Serienfertigung“ - Dieffenbacher GmbH, Partner: Fraunhofer-Institut für chemische Technologie (ICT)

 

Kategorie „Forschung und Wissenschaft“:

1. Platz: „Neuartiges Hybridgarn: Beschichtung von allen Glasfilamenten im Spinnprozess zur Erzeugung einer Glas‑Thermoplast‑Faser“ – Institut für Leichtbau mit Hybridsystemen der Universität Paderborn und Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen University

2. Platz: „Vollständig transparenter thermoplastischer Faserverbund – Organoglas“ – Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen University

3. Platz: „Hochleistungs-Radiallaufrad in Metall-Faserverbund Bauweise“ – Technischen Universität Dresden - Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik, Partner: AiF Forschungsvereinigung für Luft- und Trocknungstechnik GmbH

 

Preisverleihung auf der Internationalen AVK-Tagung

Die Preisverleihung erfolgte während des "4th International Composites Congress (ICC) vom 5.-6. November 2018 bei der Messe Stuttgart, in Anbindung an die Fachmesse COMPOSITES EUROPE (6.-8- November 2018).
Die Preisträger haben in den Messetagen ihre Innovationen dem internationalen Publikum präsentiert.


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Birgit Förster (Tel.: 069 271077-0), verantwortlich.


Keywords: Composites, Faserverstärkte Kunststoffe, Kunststoff, Innovation

Pressemitteilungstext: 1031 Wörter, 9703 Zeichen. Pressemitteilung reklamieren


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