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Umfrage: Unternehmen setzen COBOL verstärkt unter Linux, Unix und Windows ein

Von Micro Focus

Ismaning, 27. Mai 2003 - COBOL hat sich von der reinen Mainframe-Nische verabschiedet. Viele Unternehmen setzen COBOL-Applikationen heute sogar ausschließlich unter Linux, Unix oder Windows ein, so das Ergebnis einer Umfrage des Herstellers Micro Focus.
In einer Umfrage unter 190 Unternehmen, die COBOL einsetzen, hat sich Micro Focus, der führende Anbieter von Werkzeugen und Dienstleistungen im Bereich der COBOL-Entwicklung, nach den aktuellen Einschätzungen der Programmiersprache COBOL erkundigt. Dabei ergaben sich einige überraschende Erkenntnisse. Insbesondere wurde deutlich, dass COBOL sich vom reinen Mainframe-Dasein stark abgewendet hat. Während die Entwicklung von COBOL-Software schon seit längerem außerhalb des Mainframe stattfindet, laufen auch COBOL-Applikationen im Produktivbetrieb zunehmend auf anderen Plattformen. 35% der befragten Unternehmen setzen dabei überhaupt keinen Mainframe mehr ein: bei 20% laufen die Applikationen ausschließlich unter Unix oder Linux, bei immerhin 15% ist Windows die Plattform für den Produktivbetrieb von COBOL-Anwendungen. Diese Neuausrichtung lässt sich unter anderem durch die Plattform-Unabhängigkeit von COBOL erklären, die den Unternehmen die Migration von Mainframes auf wesentlich günstigere, aber dennoch leistungsfähige Systeme sehr einfach macht. COBOL hat sich auch in anderer Hinsicht als offen und flexibel erwiesen, denn die Sprache wird längst nicht mehr als Stand-Alone-System eingesetzt: 82% der Befragten verbinden ihre vorhandenen COBOL-Anwendungen mit neuen Applikationen. Die COBOL-Java-Interoperabilität beispielsweise verbindet COBOL-Geschäftsregeln mit Java oder J2EE. Bei der Interoperabilität mit anderen Systemen nutzen 29% der befragten Unternehmen die XML-Technologie, 21% setzen auf Java oder J2EE, 7% auf COM/COM+ und 3% auf Corba. Damit entstehen gemischte Anwendungen, die die Vorzüge mehrerer Welten auf hervorragende Weise vereinen. Die Verbindung von COBOL mit anderen Technologien stellt für die meisten Befragten auch eine wichtige Anforderung für die Zukunft dar. Dabei legten 60% auf eine Verbindung mit Java Wert, 40% nannten Web Services und 29% .NET. Unternehmen bewerten COBOL indes nach wie vor als unverzichtbare Programmiersprache, obwohl viele neue Sprachen wie Java sehr deutlich in den Vordergrund gestellt werden: 91% der befragten Unternehmen setzen COBOL nach wie vor für die Entwicklung ihrer Business-kritischen Anwendungen ein. Dabei beschränken sie sich nicht auf die Pflege bestehender Applikationen: 74% der Befragten verwenden die Programmiersprache auch für die Erstellung neuer Anwendungen. Dies geschieht nicht allein auf Grund der Verfügbarkeit des entsprechenden Know-hows, sondern wegen der besonderen Eignung von COBOL für die Programmierung von Business- oder unternehmenskritischen Applikationen. Dabei stellten 79% der Befragten Sicherheit, Zuverlässigkeit und Robustheit in den Vordergrund. 63% hoben die Qualität der verfügbaren Tools hervor, 48% die Plattform-Unabhängigkeit von COBOL und 47% die hohe Performance. Die Umfrage thematisierte auch die Einschätzung der Unternehmen hinsichtlich der Zukunft von COBOL. Hier ergaben sich interessante Verschiebungen gegenüber einer ähnlichen Umfrage, die Micro Focus 2001 durchgeführt hatte. Auf die Frage "Wie schätzen Sie die Zukunft von COBOL ein?" gaben 70% der Befragten an, COBOL werde auch weiterhin die Basis von Unternehmensanwendungen sein. 2001, also auf dem Gipfel des Internet-Booms, der Java ganz in den Vordergrund gestellt hat, gaben nur 59% diese Antwort. Mittlerweile sind viele Unternehmen wohl zu bewährten und zweckmäßigen Werkzeugen und Methoden zurückgekehrt. Auch sind in der aktuellen Umfrage nur noch 4% der Befragten der Meinung, COBOL werde die nächsten Jahre nicht überleben. 2001 waren es noch 13%. COBOL hat als ausgereifte, offene Sprache somit in der Einschätzung der Anwender in den letzten zwei Jahren deutlich hinzugewonnen. "Unsere Umfrage bestätigt eine Tendenz, die wir schon seit längerem beobachten", erläutert Joachim Blome, Leiter der deutschen Niederlassung von Micro Focus in Ismaning bei München, die Ergebnisse der aktuellen COBOL-Umfrage. "Viele Unternehmen sehen sich nach alternativen Plattformen für ihre zentralen Anwendungen um, wollen dabei aber an COBOL festhalten, weil nur damit die nötige Stabilität und Performance erreicht werden kann. Die Folge: COBOL wird zunehmend außerhalb des Mainframe produktiv eingesetzt - was den Anwendern enorme Kosteneinsparungen ermöglicht." Die Umfrage verweist auch auf die deutliche Diskrepanz zwischen der öffentlichen Wahrnehmung und dem tatsächlichen Einsatz von COBOL in der Unternehmens-IT. Während COBOL oft als eine altmodische Mainframe-Sprache angesehen wird, mit der allenfalls noch Alt-Anwendungen gepflegt werden, verwenden Unternehmen COBOL verstärkt auf einer großen Vielfalt von Plattformen für ihre Kern-Anwendungen. Der ausgiebige Gebrauch, der dabei von den Connectivity-Möglichkeiten COBOLs zu anderen Technologien gemacht wird, unterstreicht, dass dieser Programmiersprache in den Unternehmen auch künftig oberste Priorität zukommt. Diese Presseinformation sowie die Grafiken sind ab sofort im Internet abrufbar unter www.pr-com.de Micro Focus ist einer der weltweit führenden Anbieter von Werkzeugen und Beratungsleistungen für die Erstellung von COBOL-Anwendungen. Von der Neuentwicklung über die Softwarepflege bis zur Integration von Legacy-Applikationen in moderne Technologien wie das Web oder Java bietet Micro Focus eine durchgängige, auf zahlreichen Plattformen verfügbare Produktlinie. Über 7.000 Kunden in aller Welt schätzen Performance und Skalierbarkeit der Micro Focus-Lösungen. Micro Focus mit Hauptsitz in Newbury, Großbritannien, und deutschen Niederlassungen in Ismaning bei München und in Dortmund, beschäftigt insgesamt 450 Mitarbeiter. Website: www.microfocus.com Weitere Informationen: Silke Paulussen PR-COM GmbH Sonnenstraße 25 80331 München Tel. 089-59997-701 Fax 089-59997-999 Silke.Paulussen@pr-com.de Heike Braches Micro Focus GmbH Carl-Zeiss-Ring 5 85737 Ismaning Tel. 089-42094-0 Fax 089- 42094-444 Heike.Braches@microfocus.com
27. Mai 2003

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