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24
Apr
2018
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„1.332.000.000 Euro“

Das ist aktuell die Jahresmehrbelastung für Gaskunden.

Über 1,3 Mrd. Euro müssen die Endverbraucher in Deutschland mehr für ihr Erdgas zahlen. Und das obwohl der April warm war und weder die Spannungen in Syrien und ein Bergarbeiterstreik in China als Entschuldigung für die Preiserhöhung herhalten können.

Im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2017, Stichtag ist der 24. April, haben sich am Gas-Terminmarkt die Gaspreise um 0,3 ct/kWh erhöht. Das ist bei einem Durchschnittsverbrauch von 15.000 kWh pro Haushalt eine Mehrbelastung von 45,00 Euro im Jahr. Oberflächlich betrachtet eine zu verkraftende Erhöhung. Legt man nun aber die Anzahl von 29,6 Mio. Haushalten zu Grunde, erkennt man die Dimension des zu hohen Gaspreises. Da schlagen 1,3 Mrd. Euro zu Buche, die dem Endverbraucher aufgebürdet werden.


Aus meiner Sicht sind die hohen Gaspreise aktuell nicht gerechtfertigt. Vor allem, wenn man die offiziellen Begründungen dazu zu Rate zieht.


So sollen Ausfälle in Kollsnes und an einem anderen norwegischen Gasfeld zu einer reduzierten Gaszufuhr nach Deutschland führen und den Preis für den Folgetag am für Europa wichtigsten Handelspunkt, der niederländischen TTF, nach oben treiben. Die Probleme an der Gasaufbereitungsanlage Kollsnes sind derzeit zwar noch nicht behoben, jedoch kann die momentan sehr hohe Gaszufuhr aus Russland die Versorgung sichern. Diese hohe Gaszufuhr müsste folgerichtig die Gaspreiserhöhung zumindest aufheben, wenn nicht sogar senken.


Die zur Absicherung der Versorgungssicherheit während der jährlichen Heizperiode staatlich kontrollierte Bevorratung von Erdgas in deutschen Gasspeichern wird jedes Jahr regelmäßig als Argument für höhere Gaspreise genutzt. Auch hier sind künstlich hochgerechnete Gaspreise eine unnötige finanzielle Belastung für den Endverbraucher. Längst hätte die Speicherkapazität für Deutschland auf ein Volumen von 35 Mrd. Kubikmeter ausgebaut sein müssen. Derzeit sind es 24,6 Mrd. Kubikmeter. Im Zuge des Klimawandels und damit einhergehenden unvorhersehbaren Wetterkapriolen hat die Politik hier Vorsorge zu treffen, damit im Folgejahr, nach der Kapazitätenoptimierung, der Endpreis für Gas privat und gewerblich kalkulierbar bleibt und nicht zur finanziellen Überbelastung der Endverbraucher führen kann.


Als weiteres Argument zur Rechtfertigung der hohen Gaspreise dienen die geopolitischen Spannungen in Syrien. Dies, obwohl unsere Erdgasbezugsquellen weitab vom Geschehen zu 41% in Russland und zu 52% in Skandinavien und den Niederlanden liegen. 7% fördert Deutschland selbst.


Es gibt unzählige weitere Argumente um den hohe Gaspreise zu rechtfertigen. Dazu kann auch ein Bergarbeiterstreik in China herangeführt werden. Hohe Temperaturen wie im April 2018 hätten in der Vergangenheit dazu geführt, dass die Gaspreise erheblich gesenkt werden. Hier muss der Endverbraucher ins Überlegen kommen und sich die Frage stellen: „Was wird hier gespielt“?


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Gerfried I. Bohlen (Tel.: 02064 / 7789 390), verantwortlich.

Pressemitteilungstext: 368 Wörter, 2719 Zeichen. Pressemitteilung reklamieren

Keywords: Energiegenossenschaft Rhein-Ruhr eG, EGRR, Erneuerbare Energien, Energiewende, Klimaschutz

Unternehmensprofil: Energiegenossenschaft Rhein-Ruhr eG
Die Energiegenossenschaft Rhein-Ruhr eG (EGRR) wurde im Juli 2007 durch Gerfried I. Bohlen gegründet und beschäftigt derzeit zwölf Mitarbeiter. Mit starken Partnern 20.000 Kunden und mehr als 4.000 Mitgliedern setzt sie sich – anders als die meisten anderen Energiegenossenschaften – bundesweit für die Umsetzung der Energiewende und eine lebenswerte Zukunft ein.


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